|
|
 |
Seit Geburt an habe ich einen Gen - Fehler, wie man in der Uni - Klinik Münster im Jahre 1995 festgestellt hat. Dieses hat zur Folge, das ich Blutarmut habe und kaum weisse Blutkörper im Blut habe.
Das hat wiederum zur Folge, dass ich immer wieder Lungenentzündungen bekam. Das Lungenvolumen wurde immer weniger und ich war mehr im Krankenhaus als Zuhause.

Hier lag ich im letzten Jahr, also 2005, im Kreiskrankenhaus in Lüdenscheid. Ich wog zu diesem Zeitpunkt nur noch 30 Kg.! Mein Kreislauf brach Zuhause zusammen und Gerhard hat mich dann in das Krankenhaus einliefern lassen. Zum Glück, denn dort hat man dafür gesorgt, das ich auf eine Spenderliste bei Euro Transplant in Holland kam und für mich eine neue Lunge gesucht wurde. 


So sieht das Kreiskrankenhaus vom Zimmerfenster aus gesehen aus. Es ist ein großes Krankenhaus und ich habe ihm viel zu verdanken. Ich denke, ohne die Tätigkeit der Ärzte wäre ich heute nicht mehr.


Hier ein Blick vom Balkon meines Zimmers im Kreiskrankenhaus.


Hier seht Ihr, wie ich mit Sauerstoff versorgt werde. Ich wurde auch künstlich ernährt, weil ich keinen Hunger hatte und nichts essen konnte. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir schon ziemlich schlecht. Aber, ich wußte ja noch nicht, was da alles noch kommen sollte.


Hier besuchten mich meine Lieben! Meine Mama, Hildegrad und Gerhard und mein Sohn Mike. Wir haben zusammen auf dem Zimmer Kaffee getrunken. Leider konnte ich da kaum noch laufen, so das ich an das Zimmer und Bett gebunden war.
Das Kreiskrankenhaus Lüdenscheid versuchte dann einen Termin in der Uni - Klinik Essen zu bekommen. Dort wurden dann zunächst einmal alle Voruntersuchungen gemacht, die nötig waren. Die Ergebnisse gingen dann nach Weiden in Holland zu Eurotransplant. Dort wurde ich dann in die Liste der Organsuchenden eingetragen, so ca. 1 Woche nach den Voruntersuchnungen.
Dann wurde mein Lungenvolumen immer geringen so dass ich zuletzt noch 0,4 Liter Lungenvolumen hatte. Ich wurde dann künstlich beatmet, weil die Luft kaum zum sprechen reichte. Es folgten 5 lange Monate, die ich in der Uni - Klinik Essen verbringen mußte.


Meine Mutter hat dann so einige Arbeiten in unserem Haushalt übernommen, was Gerhard nicht so konnte. Das Bügeln gehörte mit zu den Aufgaben, die meine Mutter erledigte.
In der Uni - Klinik Essen versagte dann mein Kreislauf und man mußte mich reanimieren. Das passierte insgesamt 2 mal, im Verlauf meines Aufenthaltes in der Klinik. Als es mit mir dann immer schlechter wurde, kam ich auf die Dringlichkeitsliste für Organspender.
Am 13 September 2005, eine Woche nachdem ich auf der Dringlichkeitsliste stand, kam die Krankenschwester, abends um 21,15 Uhr in mein Zimmer und sagte mir, das eine passende Lunge gefunden wurde und diese nun sofort eingesetzt wird. Ich war ganz schön aufgeregt und hatte auch Angst. Meine Mann war gerade am Telefon, als die Nachricht überbracht wurde.
Die OP dauerte dann bis zum nächsten Tag um 11 Uhr! Eine weitere OP von 4 Stunden war nötig geworden, weil im Brustraum Blut eingetreten war und man mußte mich nochmals öffnen.
Diese Doppeltranplantation war schon sehr außergewöhnlich, weil sie bis dahin nur 6 mal in Deutschland gemacht wurde, mit meiner Vorerkrankung! Nach der OP wurde ich 11 Tage in Koma gehalten, wahrscheinblich um mir die Schmerzen zu ersparen und das ich Ruhe bekomme.
Mein Mann sagte mir, das ich an 32 Geräten angeschlossen war. Ein Lungenautomat führte mir Luft zu, bis ich selbstständig atmen konnte. Ein Dialysegerät unterstützte die Blutwäsche und etliche Schläuche und andere Aparate waren angeschlossen. Schmerzen hatte ich aber nie!
Als ich dann nach 4 weiteren Wochen in der Uni - Klinik entlassen worden bin, hatte ich ein Lungenvolumen von 0,83 Liter. Also schon mehr als zuletzt vor der OP. Das war ein Gefühl endlich einmal wieder Luft zu bekommen! Heute bin ich soweit genesen, das ich wieder im Haushalt alles erledigen kann und auch einkaufen gehen kann. Autofahren ist auch wieder drin und ich wiege nun wieder 52 Kg. Mein Lungenvolumen beträgt zur Zeit ca. 2,20 Liter!
Ich bin aber Rentnerin und nehme am Arbeitsleben nicht mehr teil. Bis jetzt liegt auch noch ein Schwerbehinderung von 100% vor und ich bin auch noch in der Pflegestufe.
Meine Schwester Sandra, die in Bochum wohnt und auch meine Familie haben mich ganz hervorragend unterstützt so dass ich heute wieder fast zu 100% gesund bin.


Hier ein Bild von meiner Schwester Sandra.

|
|
 |
|
|
|